Besuch des SPD Gemeindeverbandes mit MdL Dr. Denis Alt in der Kleiderkammer der VG Meisenheim

Sozialpolitik

Besuch Kleiderkammer Meisenheim„Das ehrenamtliche Engagement für die Meisenheimer Kleiderkammer ist beispielhaft“, so der Monzinger Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt (2.v.l.) bei seinem Besuch. Von links: Holger Thunig, Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbands; VG-Bürgermeister Dietmar Kron; Anna-Lena Kron, Integrationsbeauftragte der Verbandsgemeinde Meisenheim; Irene Lautenschläger; Friedhelm Anthes; Ruth Thunig und Eva-Maria Collet von der Kleiderkammer auf dem Gelände des Paul-Schneider-Gymnasiums, Präsis-Held-Straße 1, (Pfarrer-Adams-Straße, letztes Haus auf der linken Seite).

 

Kleiderkammer hilft unbürokratisch
Alt: Konkrete Lösungen statt Problembeschreibungen -  Kron: Vielfältige Unterstützung 

Derzeit leben 47 Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Meisenheim. Sie kommen aus den Kriegsgebieten dieser Welt - „meist nur mit ihren Kleidern am Leib“, so Bürgermeister Dietmar Kron. Die seit Kurzem eingerichtete Kleiderkammer auf dem Gelände des Paul-Schneider-Gymnasiums (PSG) ist eine wichtige Anlaufstelle für diese Menschen. Hier erhalten sie und auch andere Hilfsbedürftige in der Verbandsgemeinde unbürokratisch das Nötigste zum Leben: gebrauchte Bekleidung, Hausrat und Einrichtungsgegenstände -  organisiert im Zusammenwirken von Verwaltung, örtlichen Firmen sowie privaten Spendern. Die Betreuung der Einrichtung erfolgt ehrenamtlich.

 


Auf Einladung des SPD-Gemeindeverbands Meisenheim kam der Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt in die Kleiderkammer: „Mich interessieren vor allem konkrete Lösungen vor Ort. In Mainz erfahre ich oft nur abstrakte Problembeschreibungen.“ Die Einrichtung auf dem PSG-Gelände ist nur ein Teil der praktischen Flüchtlingsarbeit. Sie wäre ohne die große Unterstützung durch die Menschen in der Verbandsgemeinde nicht möglich gewesen, betonte Holger Thunig, Vorsitzender der SPD in der VG. Beispiele: Die Leitung des PSG stellt kostenlos die Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Firma BITO-Lagertechnik stiftet Regale und die Firma Möbel-Martin hilft mit Lkw und Fahrer beim Transport.

Auch die Spendenbereitschaft  ist ausgezeichnet. Birgit Baab, Eva-Maria Collet und Ruth Thunig, die die ehrenamtliche Betreuung der Kleiderkammer übernommen haben, können die gespendeten Kleider und Haushaltsgegenstände schwerlich „verarbeiten“. „Wir prüfen immer die Sauberkeit, den Zustand und den praktischen Nutzen“, so Eva-Maria Collet.

„Die ehrenamtlichen Helfer/Innen und freiwilligen Patenschaften erleichtern nicht nur die Integration, sie entlasten auch die Verwaltung“, stellt VG-Bürgermeister Kron fest. Bei den Sprachkursen setzt er auf Lösungen vor Ort: „Wir warten nicht ab, bis die Sprachkurse in Bad Kreuznach anfangen, sondern nutzen schon in Meisenheim alle Möglichkeiten.“ Dies spare auch Kosten. Bei der ärztlichen Versorgung habe man hier ebenfalls gute Rahmenbedingungen für die Menschen.

Eine täglich stundenweise Arbeit ist den Flüchtlingen erlaubt. „Daher bieten wir den Männern die Möglichkeit zur Mitarbeit im städtischen Bauhof“, so Kron. Zur Wohnungssituation stellt der Bürgermeister fest: Die meisten Flüchtlinge wohnen in Meisenheim, einige in Schweinschied. Derzeit sind drei weitere Wohnungen in Vorbereitung.

Kron ist mit dem bisherigen Verlauf der Flüchtlingsarbeit vor Ort sehr zufrieden: „Trotzdem, wir lernen jeden Tag dazu“. Die Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Kreises sei „ausgezeichnet“ und orientiere sich immer an der Bedarfssituation der Menschen. Kron hat den Eindruck, dass sich die vielfach traumatisierten Menschen in der VG Meisenheim wohlfühlen. Dies brachte eine Frau mit zwei Worten zum Ausdruck: „Meisenheim safe“ (Meisenheim ist sicher!).