
Dietmar Kron im Gespräch mit Madlen Reidenbach
Seit Mitte April in den Dörfern unterwegs – Endspurt in der Stadt
VERBANDSGEMEINDE MEISENHEIM. Das Ziel des VG-Bürgermeisterkandidaten, Dietmar Kron, ist klar: Er will am 15. August die Wahl gewinnen. Doch vorher hat sich der 49-jährige Polizeihauptkommissar und begeisterte Hobbyläufer ein genauso ehrgeiziges Etappenziel gesetzt: Er will an jeder Haustür der 15 VG-Gemeinden und der Stadt Meisenheim klingeln und sich kurz den Bürgerinnen und Bürgern vorstellen. Ist diese zeitraubende „Ochsentour“ zu schaffen? Was bringt es dem Kandidaten? Und wie sind seine bisherigen Erfahrungen bei der Haus-zu-Haus-Tour? Dietmar Kron zieht eine Zwischenbilanz, nachdem er alle 15 Ortsgemeinden besucht hat und jetzt die Stadt auf seinem Plan steht.
Frage: Liegt der Kandidat und Hobbyläufer im selbst gesteckten Zeitplan?
Kron: Ja! Ich habe Mitte April mit meiner Tour durch die VG begonnen. Und hatte mir vorgenommen, dass ich in den letzten 4 Wochen vor der Wahl die Stadt in Angriff nehme. Da ich jetzt schon alle 15 Ortsgemeinden besucht habe, gibt es noch genügend Zeitreserve. Und das ist gut so. Als Langstreckler weiß ich, dass man hinten raus immer genügend Körner braucht, um zu gewinnen. Das gilt auch in der Politik.
Frage: Was bringt diese schweißtreibende „Ochsentour“ dem Kandidaten?
Kron: Ich zeige mit meinen Besuchen, dass ich auf die Bürger zugehe. Das persönliche Gespräch ist mir wichtig und macht mir Spaß. Zudem ist es informativ und steigert meinen Bekanntheitsgrad. Außerdem: Wenn ich zu Fuß in den Straßen und Gassen unterwegs bin, lerne ich die Gemeinden und ihre individuellen Besonderheiten und konkreten Probleme vor Ort viel besser kennen. Davon werde ich in Zukunft sicher profitieren. Wir als Kommunalpolitiker haben den kürzesten Weg zum Bürger und diesen will ich auch nutzen.
Frage: Wie sind ihre bisherigen Erfahrungen bei der Haus-zu-Haus-Tour?
Kron: Meine bisherigen Erfahrungen waren ohne Abstriche positiv. Ich bin immer freundlich empfangen worden. Einige Bürger zeigten sich positiv überrascht, dass ich diese Besuche mache. Auch wurden mir persönliche Anliegen und Probleme in den Gemeinden vorgetragen, die ich aufgreifen werde.
Frage: Können Sie auch über kuriose Erlebnisse berichten?
Kron: Oh ja! Zwei Beispiele: In Desloch ließ ein verreistes Ehepaar durch die Nachbarin ausrichten, es sei im Kurzurlaub und sie, die Nachbarin, solle meine Vorstellungskarte in Empfang nehmen. Das sich in Urlaub befindliche Ehepaar hatte die Besuchsankündigung in der Zeitung gelesen und festgestellt, dass es an diesem Tag nicht zu Hause ist. Außerdem wurde ich mehrfach nach dem Klingeln an der Tür in das Wohnzimmer eingeladen. Dies brachte natürlich meinen Tageszeitplan durcheinander.