Dietmar Kron soll Bürgermeister werden

Kommunales


Großer Vertrauensbeweis für Dietmar Kron (Mitte) bei der SPD-Mitgliederversammlung in Raumbach.

Mitgliederversammlung nominiert den 49-jährigen Polizeihauptkommissar für die Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Meisenheim
Die SPD in der Verbandsgemeinde Meisenheim geht mit Dietmar Kron aus Callbach bei der in diesem Jahr stattfindenden Bürgermeisterwahl ins Rennen.
Der 49-jährige Polizeibeamte wurde ohne Gegenstimme in einer SPD-Mitgliederversammlung im Gasthaus Gillmann für das Bürgermeisteramt der Verbandsgemeinde Meisenheim nominiert.

„Gestalten statt verwalten – mehr Bürgerbeteiligung wagen“, so beschreibt Dietmar Kron seine grundsätzlichen Ziele. Die Herausforderungen der Zukunft an den ländlichen Raum und somit auch an die Verbandsgemeinde Meisenheim seien immens. „Diese gilt als Gemeinschaftsaufgabe aktiv zu gestalten und gleichzeitig zukunftsfähige Strukturen für die Verbandsgemeinde als Verwaltungseinheit zu finden“, betont Kron in seiner Rede.

Der Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbandes und Sprecher der stärksten Fraktion im VG-Rat erläuterte einige seiner Ziele:

  • Bildung: Mit der Sicherung des Schulstandortes durch ein durchgängiges Ganztagsschulangebot in der Grund- und Realschule plus mit modernen und schülergerechten Räumlichkeiten einschließlich Mensa für die beiden Schulen und dem Ausbau von Kooperationen mit dem PSG würden die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, dass gute pädagogische Konzepte von motivierten Lehrkräften umgesetzt werden. „Wenn uns dies gelingt, kann der Schulstandort Meisenheim im zukünftigen Wettbewerb um die Schüler erfolgreich bestehen“, betont Kron.
  • Gesundheit: „Die Attraktivität unserer Verbandsgemeinde wird auch nicht unwesentlich von der ärztlichen Versorgung und einem örtlich vorhandenen Krankenhaus bestimmt.“ Dank der sozialdemokratischen Landesregierung sei der Krankenhausstandort gesichert. Gemeinsam mit MdB Fritz Rudolf Körper und MdL Peter Wilhelm Dröscher wird sich Kron für den bedarfsgerechten Ausbau einsetzen.
  • Kommunalreform: Auch bei der anstehenden Verwaltungsreform sei rechtzeitiges und aktives Handeln gefordert und notwendig, um die Verbandsgemeinde zukunftsfähig zu machen. „Hier gilt es, Kooperationen frühzeitig und mit Fingerspitzengefühl auszuloten. Und so die Gemeinden und Bürger, die uns strukturell zugewandt sind, für uns zu gewinnen“, so Kron.
  • Arbeitsplätze: Hier hob Kron die Bedeutung der zukünftig vorhandenen Arbeitsplätze als wesentlicher Faktor für die Attraktivität der Verbandsgemeinde hervor. Die Politik schaffe in der Regel direkt keine Arbeitsplätze, müsse allerdings für gute Rahmenbedingungen sorgen. Hierbei könne zum Beispiel auch ein „ständiger Informationsaustausch zwischen Politik, Gewerbetreibenden und den Vertretern der örtlichen Einrichtung unterstützend helfen, um die Ansiedlung von neuen Arbeitsplätzen gemeinsam voranzutreiben“. Deshalb ist der Dialog mit den örtlichen Schulen, der Glantal-Klinik, dem Bodelschwingh-Zentrum, den Handwerksbetrieben und dem Handel für Kron von besonderer Bedeutung.
  • Tourismus: Der „sanfte Tourismus ist ein wichtiger Zukunftsbaustein“, der weiterentwickelt werden mus. Dies bedeutet für Kron unter anderem auch: „Lernen von Anderen. Was machen Regionen mit ähnlicher Struktur?“ Konkreten Handlungsbedarf sieht er bei der Darstellung der Verbandsgemeinde, der Stadt und den Gemeinden im Internet. Dies sei eine Gemeinschaftsaufgabe zur „professionellen Präsentation unserer Region“.
  • Internetanbindung: „Ein schneller Internetanschluss ist die Autobahnanbindung der Zukunft für die Menschen und die Betriebe in der Verbandsgemeinde“, so Kron. Hier stehe man erst am Anfang der Bemühungen. Ein konsequenter Breitbandausbau und die Nutzung aller technischen Möglichkeiten sind wichtig für ihn.

Auch die sogenannten „weichen Standortfaktoren“ bestimmen die Lebensqualität der Menschen, stellte der ehemalige Ortsbürgermeister von Callbach fest. Hierzu zählen für ihn die vielfältigen Angebote der Vereine und gemeinnützigen Einrichtungen. Stellvertretend nannte er das umfangreiche und kostengünstige Programmangebot des Volksbildungswerks, das ehrenamtliche Wirken der AWO-Mitglieder und die Freizeitangebote der vielen Vereine in Meisenheim und den Gemeinden. Diese werden ausschließlich vom ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger getragen. Deshalb müsse man die Förderung des Ehrenamtes in der Verbandsgemeinde stärken. „Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Wertschätzung und Anerkennung das ehrenamtliche Wirken des Einzelnen herauszustellen“,
so Kron. Als Beispiele nannte er die Einführung einer Ehrenamtskarte oder Ehrenamtspreise auf der VG-Ebene.

Vor der Wahl warb der Bundestagsabgeordnete Fritz Rudolf Körper bei den Wahlberechtigen dafür, „den erfahrenen Kommunalpolitiker mit einem guten Wahlergebnis in das Bürgermeister-Rennen zu schicken“. Auch der Meisenheimer SPD-Stadtverbandsvorsitzende, Michael Driemel, machte sich für Kron stark und würdigte sein Engagement in der SPD und im Verbandsgemeinderat. Von den 40 gültig abgegebenen Stimmen erhielt Kron 39 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. „Ich danke für das tolle Ergebnis und verspreche euch, mein Bestes zu geben“, so Dietmar Kron nach der Wahl. Der neue SPD-Kreisvorsitzende, Hans-Dirk Nies, gratulierte Kron ganz herzlich und sicherte ihm seine volle Unterstützung zu.

Großer Vertrauensbeweis für Dietmar Kron (Mitte) bei der SPD-Mitgliederversammlung in Raumbach. Nach der Nominierung zur Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Meisenheim sagten ihm der Rehborner Bundestagsabgeordneten Fritz Rudolf Körper (rechts) und der SPD-Kreisvorsitzenden, Hans-Dirk Nies, ihre volle Unterstützung zu.

 
 

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